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Unser Chorleiter
 
Wolf Warncke WOLF WARNCKE:     (Mail)

Geboren ist Wolf in Bremen, in Tarmstedt (ca. 25 km nordöstlich von Bremen) ist er aufgewachsen. 
In Hamburg und Wilhelmshaven studierte er Wirtschaftsingenieurwesen. 
Seit 1993 ist er als Autoverkäufer im Autohaus Warncke tätig. 
1993 begann auch der Jugendchor sich zu treffen. 

Jedoch, wie das anfing, erzählt uns jetzt Wolf Warncke. 

Danach berichtet Wolf von einem Tag im Leben eines Jugendchor-Leiters und davon, wie ein neues Programm entsteht.


Wie alles begann Seitenanfang
In der Salemsgemeinde Tarmstedt gab es Anfang der 90er Jahre einige Jugendliche, die hier und da gerne Musik machten. Zum Beispiel als Jugendkreis zu Ostern oder Weihnachten in besonderen Gottesdiensten der Gemeinde. Das lässt sich als die "Vorgeschichte" des Jugendchores Tarmstedt bezeichnen. Die eigentliche Geschichte des Chores aber begann am 31. Oktober 1993. An diesem Sonntagabend trafen wir uns mit rund 15 jungen Leuten zur ersten regelmäßigen Probe. Gut drei Wochen zuvor hatten sich Christa und Stephan Otten, Thorsten Gerdes, Hinrich Brandt und Wolf Warncke zu einem Gespräch getroffen um eine Frage zu klären: Gibt es für uns Tarmstedter eine realistische Möglichkeit, als Chor eine Reise zu machen und dabei Konzerte zu geben - eine Tournee also? Einige uns bekannte Chöre hatten so etwas gemacht, zum Beispiel der A Cappella Choir aus Nebraska (USA). Nur - unser Chor musste erst noch gegründet werden und wohin sollte unsere Tournee gehen?? Hinrich Brandt mit Wolf Warncke
Die Idee, eine Tournee nach Amerika anzupeilen, erwies sich schnell als zwei Nummern zu groß. Das Ziel aber, im nächsten Sommer in die neuen Bundesländer zu reisen, begeisterte uns spontan. Wir brauchten genügend Lieder, um damit ein Konzert zu füllen. Und wöchentliche Proben, um die ausgesuchten Lieder einzuüben. Mit Christa Otten hatten wir zum Glück eine engagierte Klavierspielerin. Nach dem Gespräch waren wir fest entschlossen, so schnell wie möglich mit dem Einüben der Lieder anzufangen. Denn wir wollten die Lieder sicher und gut können - nach Möglichkeit auswendig. Das war unsere Vision. Und die Spannung stieg, wieviele wohl zur ersten Probe am 31. Oktober kommen würden ... 
Wolf Warncke, 2001

Ein Tag im Leben des Jugendchor-Leiters Seitenanfang
Der Tag in meinem Leben unterscheidet sich kaum von den Tagen der Menschen, die keinen Jugendchor leiten, also der Nicht-Jucho-Leitern. Natürlich stehe ich an so manchen Tagen auf mit Gedanken um und an den Chor - und sinke auch manchmal mit ihnen ins Bett. Und ab und zu klingelt unter der Woche das Telefon in Sachen JC. Manchmal erscheint auf meinem PC ein Text in Sachen JC. Und immer öfter rattert auch der Firmen-Kopierer in Sachen JC. Am Klavier, mit Noten oder mit Kopfhörer in Musik versunken sieht man mich eher selten...
Und das ist der Punkt: Als JC-Leiter mußt du aufpassen, daß das ganze Drumherum, die Programm- und Tourenplanung, zum Bleistift, dich nicht davon abbringen, was in meinen Augen die Hauptaufgabe des Leiters ist: Geeignete Lieder entdecken.
Es ist wirklich unglaublich, was sich da so alles ansammelt an kleinen und großen Aufgaben. Der Jugendchor in der Form, wie wir ihn jetzt betreiben, wäre nicht möglich, wenn da nicht soooo viele wären, die sich über das normale Maß hinaus einsetzen und mitdenken und Verantwortung übernehmen.
All diejenigen, die sich um die Noten, um das Einsingen, um Mit-Dirigieren, um die Moderation, um das Anspiel, um die Tour, um die Chorgemeinschaft, um neue Chories, ihr Instrument, um Transporte, um die Technik, um Rundbriefe, Rundrufe, Fotos, CD's, MC's, Videos und und und kümmern. Das alles hält den JC bei Laune und ist lebenswichtig für ihn. Und so wurden aus dem "einen Tag des Chorleiters" die vielen Tage der Chories, die erkannt haben, welch große Chance uns mit dem JC geschenkt worden ist, um singend Freude zu erleben und Freude zu verbreiten. 
Wolf Warncke

Wie ein neues Programm entsteht - am Beispiel "Irgendwie anders" Seitenanfang
In den letzten Jahren war es stets so: Kaum war das "neue" Programm nach der Konzerttour im Herbst einigermaßen sattelfest, dann stand Weihnachten vor der Tür. Und schon tauchte die große Frage auf, wie das "nächste neue" Programm denn wohl aussieht!? - Das ist eben das Problem, wenn man, wie wir, so verrückt (engl. "mad") ist und sich vornimmt, jedes Jahr mit einem neuen Programm aufzutauchen.
Und in diesem Jahr lief es mit dem aktuellen Programm "Irgendwie anders" ähnlich wie immer, nämlich zugegeben etwas chaotisch. Mit einigen Liedern gingen wir im Februar 1998 nach Oese (bei Bremervörde) ins traditionelle Chor-Übungswochenende. Manche von ihnen (von den Liedern!) haben dann tatsächlich überlebt und sind ins neue Programm aufgenommen worden (z. B. "Daniel" oder "Singet dem Herrn" oder "Ain't got time"). An anderen haben wir uns 'ne zeitlang die Zähne ausgebissen, um sie dann wieder beiseite zu legen. Life is live. Ach so, das Motto "Irgendwie anders" kam eines abends, von Fidi vorgeschlagen auf der Terrasse bei Dittmer (Buddy, Maren's und Miriam's house.)
Am Anfang eines jeden Programms bitten wir unsere Chormitglieder um Liedvorschläge. Und dann versuchen wir und probieren aus, und legen zur Seite, und probieren Neues aus. Nehmen Musikinstrumente hinzu. Und bitten den Chor um Geduld. Wir gucken, daß der Anteil der englischen Lieder nicht zu hoch wird (sonst vergraulen wir unsere treuen älteren Zuhörer). Es ist gar nicht so leicht, in dem aufstrebenden Angebot an jugendgemäßer Chorliteratur Lieder zu finden, die zu uns passen. Das Beste ist gerade gut genug für unser neues Programm.
Denn wir wollen es gerne und über viele Konzerte hinweg singen. Die Bläser treffen sich, um ein fetziges Stück einzuüben, sobald das erste neue Konzert am Horizont auftaucht. Sobald die Lieder einigermaßen "stehen", trifft sich das "Moderations-Team" (ca. 10 Chories), um Zwischentexte für die Lieder zu entwickeln und diese später in den Konzerten auch vorzutragen.
Schließlich wird noch die Reihenfolge der Lieder und Texte festgelegt und - nicht zu vergessen - ein Anspiel-Team trifft sich, um das Motto "in spielerischer Form" zu vermitteln. Und so hoffen wir, daß unser "Irgendwie anders"-Programm auch gut ankommt. Und, daß die Besucher unsere Botschaft verstehen. Auch wenn das Konzert wiedermal irgendwie anders ausgefallen ist!? 
Wolf Warncke, 1998
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